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Sansibar |
Religionen Christentum – Islam – Traditionelle Religionen – Hinduismus
Einleitung
(Die Bilder sind natürlich nicht alle online verfügbar. Bei Interesse Anfrage via Kontaktformular)
Tansania ist ein schönes Land 3 Grad südlich des Äquators. Knapp drei Mal so groß wie Deutschland, aber nur 38 Millionen Einwohner. Mit üppigster Vegetation (Bild Palmen Gegenlicht), Ebenen mit Herden(Akazie) und wilden Tieren (Geparden), und dem Indischen Ozean (Bild Palmenstrand).
Aber gleichzeitig ist Tansania ein bettelarmes Land (Liegende Arbeiter). BSP 277 US $. Im Vergleich Deutschland 25.400 US $. So gilt jeder Deutsche natürlich als extrem reich, quasi Millionär. Das führt auch dazu, dass von jedem Touristen quasi auch erwartet wird, dass er für jeden Handgriff Backschisch gibt.
Tansania ist ein über die jahrhunderte entstandene multikulturelle Gesellsschaft. Dies spiegelt sich in den Religionen wider. In diesem Vortrag möchte ich daher von den großen Religionen des Landes ausgehend versuchen, ihnen Land und Leute etwas näher zu bringen.
Einleitung Religionen
(Bild Hochzeit Marangu)
Der Glaube ist Afrikanern sehr wichtig und nicht zu nehmen, er bedeutet ihnen Schutz und Lebensinhalt. Die Angehörigkeit der tansanischen Bevölkerung zu den verschiedenen Religionsgemeinschaften gestaltet sich wie folgt:
Etwa 43% der Tansanier sind Christen ( etwa je zur Hälfte Katholiken und Protestanten), 38% Moslems, knapp 1% hängt dem hinduistischen Glauben an ( auf Sansibar sogar 5%), und ca. 18% sind Anhänger traditioneller Religionen und der Ahnenkultur. Weitere vorwiegend orientalische und indische Minderheiten bilden Sikhs und Ismaeliten. Das „Miteinander“ von Moslems und Christen ist in Tansania ausgeprägter als das deutliche „Neben“-oder gar „Gegeneinander“ in manch anderen Ländern mit ähnlichen Glaubensverhältnissen. Doch äußern sich in letzter Zeit auch in Tansania vermehrt fundamentalistische Tendenzen seitens islamistischer Gruppen.
Geographisch lässt sich der Küste Tansanias und den Inseln der Islam zuordnen, das Hinterland dagegen ist christlich dominiert, wobei in einigen Städten und Regionen auch Moslems vertreten sind.
Unsere Reiseroute – zugleich Disposition (Bild Karte Tansania)
Nairobi – Marangu/Kilimanjaro (Christentum) – Dar Es Salam – Sansibar (Muslime und Hindus) – Traditionelle Religionen (überall!)
Christentum
(Bild Dhow)
Die Missionierung der tansanischen Bevölkerung begann im 19.Jahrhundert.
Die zuvor im 16. und 17.Jahrhundert an der Ostküste Afrikas herrschenden Portugiesen hatten kaum Anstrengungen unternommen, das Christentum zu verbreiten – sie wollten ausschließlich Geld verdienen.
(Bild Kirche Sansibar) Ab 1870 entstanden auf Sansibar und in Bagamoyo die ersten Missionen Ostafrikas. Die Küste war zwar bereits islamisch geprägt, doch mit dem Verbot des Sklavenhandels und der damit verbundenen Freilassung von Sklaven und auch durch die Aufnahme von Waisen und Schwachen erhielten die Missionen großen Zulauf.
(Bilder Massai und Giraffen) Im Landesinnern konnte bereits 1879 die Londoner Missionsgemeinschaft bei Urambo Fuß fassen, kurze Zeit später errichteten Belgier die erste Mission am Tanganyika-See, im heutigen Karema.
Während der deutschen Kolonialzeit folgten die Berliner und Leipziger Missionsgesellschaft sowie katholische Priester vom bayerischen Benediktinerorden. Kirchen nach europäischem Vorbild wurden gebaut, das Christentum gelehrt, Ziel war die Bekehrung der afrikanischen Völker.
Exkurs: Tansania als Deutsch-Ostafrika
In den 1880er Jahren wurden in Deutschland Stimmen laut, die eine verstärkte Kolonialpolitik forderten. Reichskanzler Otto von Bismarck lehnte dies am Anfang ab, da er sich außenpolitisch zum größten Teil auf Europa konzentrierte. Doch die zunehmenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme zwangen das Deutsche Reich zum Handeln. So fehlten der Wirtschaft angeblich neue Absatzmärkte, die den anderen europäischen Kolonialmächten bereits großen Reichtum einbrächten. Herrschende Wirtschaftskreise erhofften sich eine Schwächung der erstarkenden Arbeiterbewegung durch eine Auswanderungskampagne mit Ziel der Besiedlung eines „deutschen Indiens“ in Übersee, wo es angeblich glänzende Entwicklungsmöglichkeiten gäbe. Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden in nationalistisch gesinnten Kreisen des Bürgertums und des Adels.
Die treibende Kraft bei der Kolonialisierung Afrikas war der Pastorensohn Carl Peters,(Bild), welcher in der von ihm gegründeten Gesellschaft für deutsche Kolonisation die Aufgabe erhielt, Gebiete in Afrika in Besitz zu nehmen. Am 10. November 1884 kam Peters in Sansibar an. Er reiste getarnt, da sein Vorhaben gegenüber den Briten unentdeckt bleiben sollte.
Wenig später wurden die ersten „Schutzverträge“ auf dem Festland abgeschlossen, die den Anspruch der Kolonisationsgesellschaft auf das Land bekräftigten, deren eigentlicher Sinn von den unterzeichnenden Häuptlingen jedoch zumeist nicht verstanden wurde. Am 27. Februar 1885 gab Kaiser Wilhelm I. einen Schutzbrief heraus, der die Besetzung ostafrikanischer Gebiete legitimierte. Die inzwischen umbenannte Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft unter der Leitung von Carl Peters hatte nun auch den Rückhalt des Deutschen Reiches sicher und konnte die Annexionen weiter vorantreiben. Im gleichen Jahr geriet das Sultanat Witu in deutschen Besitz. Peters gelang es in der Folgezeit, große Territorien für Deutschland zu erwerben. So konnte er 1887 das Küstengebiet von Umba bis zum Rovuma für sich gewinnen.
1888 kam es zum Aufstand eines Großteils der arabisch geprägten Küstenbevölkerung unter dem Sklavenhändler Buschiri bin Salim von Tanga im Norden bis Lindi im Süden gegen die deutsche Inbesitznahme und das von diesen verhängte Verbot des Sklavenhandels (der sogenannte Araberaufstand). Die schwarzafrikanische Bevölkerung stand in diesem Konflikt mehrheitlich auf Seite der Deutschen, da sie bis zum Erscheinen der Europäer sehr unter dem arabischen Sklavenhandel zu leiden hatte. Dem am 3. Februar 1889 zum Reichskommissar ernannten und an Spitze einer neu formierten „Schutztruppe“ stehenden Hermann von Wissmann gelang es, die Revolte niederzuschlagen. Die unter Führung deutscher Offiziere stehende Truppe bestand zunächst hauptsächlich aus landfremden afrikanischen Söldnern (Askari), meist Sudanesen. Der Aufstandsführer Buschiri bin Salim wurde am 15. Dezember 1889 hingerichtet. Der arabische Sklavenhandel, dessen Zentrum in Ostafrika das Sultanat Sansibar war, hörte auf.
Am 1. Juli 1890 wurde der Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Deutschland und Großbritannien abgeschlossen. Der Vertrag regelte die Übergabe der Nordseeinsel Helgoland und des Caprivi-Zipfels (heute Namibia) an das Deutsche Reich, während Witu-Land (heute Teil Kenias) und die Ansprüche auf Sansibar an Großbritannien abgetreten wurden. 1891 wurde Deutsch-Ostafrika als „Schutzgebiet“ offiziell der Verwaltung durch das Deutsche Reich unterstellt, und die Soldaten von Wissmann erhielten die offizielle Bezeichnung Schutztruppe. Erster Zivilgouverneur war 1891-93 Julius Freiherr von Soden. Ihm folgte 1893-95 Friedrich von Schele, der nach Auseinandersetzungen mit den Massai 1894 eine Strafexpedition gegen die Wahehe anführte und die Festung Kuironga von Häuptling Mkwawa erobern konnte. Carl Peters war 1891 zum Reichskommissar ernannt, aber auf Grund von Grausamkeits-Vorwürfen 1897 wieder entlassen worden. Es kam zu weiteren Erhebungen gegen die Kolonialverwaltung, der von 1897 bis 1901 Eduard von Liebert als Gouverneur vorstand. Der Aufstand des mächtigen Wahehe-Volkes im Süden des Schutzgebiets wurde bis 1898 niedergeschlagen.
Im 20. Jahrhundert verstärkte man die landwirtschaftliche Entwicklung, indem man den Kautschuk- und Baumwolleanbau einführte.
(Bild Bahnhof Moshi) - Eisenbahnbau
Viele einheimische Arbeitskräfte wurden dafür zur Zwangsarbeit eingezogen und zusätzlich noch durch hohe Steuerabgaben belastet.
Das Ende der deutschen Kolonie Ostafrika
Der Maji-Maji-Aufstand
Wegen zunehmender repressiver Maßnahmen, der Erhöhung der Steuern und besonders der Einführung der so genannten Dorfschamben (Baumwollfelder, auf denen die Einwohner eines Dorfes zur Arbeit gezwungen wurden) brach 1905 der Maji-Maji-Aufstand aus. Die ersten Unruhen ereigneten sich in der zweiten Julihälfte in den Matumbi-Bergen, westlich der Küstenstadt Kilwa. Die deutsche Kolonialverwaltung in Daressalam hoffte zu diesem Zeitpunkt noch, dass es sich dabei um ein lokal begrenztes Ereignis handelte. Diese Einschätzung des Gouverneurs Gustav Adolf Graf von Götzen sollte sich jedoch spätestens am 15. August als völlig verfehlt erweisen, als Aufständische den Militärposten von Liwale erstürmten. Der Widerstand gegen die Kolonialherrschaft nahm damit für die Deutschen endgültig bedrohliche Ausmaße an.
Die besondere Gefahr für die Kolonialverwaltung lag in der Struktur des Widerstandes, der sich schnell über ethnische und politische Grenzen hinweg ausbreitete. Binnen weniger Wochen und Monate schlossen sich unterschiedliche Volksgruppen der Aufstandsbewegung an. Dies wurde vor allem durch den Maji-Kult ermöglicht, der traditionelle Mythen aufgreifend in verschiedenen Gebieten auf Resonanz stieß. Der Prophet Kinjikitile Ngwale predigte den Widerstand gegen die Deutschen und verbreitete seine Botschaft mit Hilfe von „heiligem Wassers“ (Wasser = Maji) als eine Art Medizin. Das Maji sollte die Aufständischen im Kampf schützen, indem es die feindlichen Gewehrkugeln zu Wassertropfen verwandeln sollte. Die integrative Kraft des Maji-Kultes fand ihren Höhepunkt im Sturm auf die Boma (befestigte Station) von Mahenge am 30. August 1905, als knapp 4000 Afrikaner den deutschen Posten angriffen, der von etwa 80 Mann Schutztruppe und 200 Mann loyalen Einheimischen verteidigt wurde. Im Maschinengewehrfeuer versagte das Maji allerdings seine Wirkung, und die Angreifer erlitten verheerende Verluste.
Der Rückschlag von Mahenge bedeutete aber noch nicht das Ende der Aufstandsausweitung. Weitere Gruppen schlossen sich der Bewegung an, und so kontrollierten die Aufständischen im Oktober etwa die Hälfte der Kolonie. In der Folge der verlustreichen offenen Feldschlachten verlegten sich die Aufständischen dennoch bald auf die Führung eines Kleinkrieges gegen die Deutschen, der sich, wenn auch ohne die bisherige übergreifende Kooperation, bis 1907 fortsetzte.
Ab 1906 wehrten sich die Deutschen gegen die Guerilla-Taktik der Aufständischen mit einer „Strategie der verbrannten Erde“. Dörfer wurden zerstört, Ernten und Vorräte verbrannt, Brunnen zugeschüttet und Angehörige der Rädelsführer in „Sippenhaft“ genommen, um den Aufständischen die Grundlage zur Kriegführung zu entziehen. Die Folge war aber auch eine verheerende Hungerkatastrophe, die ganze Landstriche entvölkerte und die die sozialen Strukturen der afrikanischen Gesellschaft nachhaltig veränderte. Die Verluste auf Seiten der Aufständischen werden heute auf 100.000 bis 300.000 Personen geschätzt. Auf der Gegenseite kamen 15 Europäer und 389 afrikanische Soldaten ums Leben. Die Anzahl deutscher Soldaten in der Kolonie (ohne afrikanische Askari) lag während des gesamten Aufstandes niemals über 1000 Mann (neben der Schutztruppe kamen noch Besatzungsmitglieder deutscher Kriegsschiffe als „Landsoldaten“ zum Einsatz sowie kriegfreiwillige Zivilisten, darunter eine Anzahl nichtdeutscher Weißer, zumeist Briten und Südafrikaner). Der Reichstag in Berlin wollte keine zusätzlichen Mittel zur Niederwerfung des Aufstandes bewilligen, da die Kolonie sich im Unterschied zum als „Siedlungskolonie“ vorgesehenen Deutsch-Südwestafrika „selbst tragen“ müsse.
Die Vorgänge in Ostafrika wurden aus verschiedenen Gründen im Deutschen Reich kaum wahrgenommen und standen bzw. stehen bis heute im Schatten des Krieges in Deutsch-Südwestafrika. Um die Stabilität der Kolonie zu sichern, wurde das Herrschaftssystem nach dem Ende des Krieges unter dem neuen Gouverneur Rechenberg entschärft. Die Reformmaßnahmen scheiterten jedoch weitgehend am Widerstand der weißen Siedler. Dennoch gab es bis zum Ende der deutschen Herrschaft in Ostafrika keinen nennenswerten Widerstand mehr.
Der Erste Weltkrieg [Bearbeiten]
siehe auch: Erster Weltkrieg an Kolonialschauplätzen.
In Deutsch-Ostafrika waren zu Beginn des Ersten Weltkriegs knapp 300 deutsche Soldaten sowie über 4.500 einheimische Askaris stationiert. Im Gegensatz zu den anderen Einheimischen waren die Askaris der deutschen Schutztruppe treu ergeben und stellten somit für jeden Feind einen ernsthaften Gegner dar. Im Laufe des Krieges wurde das Heer auf 3.500 deutsche Soldaten und 13.000 Askaris aufgestockt. Die Schutztruppe stand unter dem Befehl von Oberstleutnant (später General) Paul von Lettow-Vorbeck.
Paul von Lettow-Vorbeck
Am 2. August 1914 erhielt der Gouverneur Dr. Heinrich Albert Schnee die Nachricht von der deutschen Mobilmachung in Europa. Den Kriegszustand erklärte er erst am 5. August, als die Kriegserklärung Großbritanniens an das Deutsche Reich erfolgte. Die Kolonie war fast ausschließlich von übermächtigen Gegnern umschlossen; allein die Briten hatten über 130.000 Soldaten aufgeboten. Die ersten Angriffe erfolgten vom britischen Kreuzer Pegasus, der am 8. August die Funkstation der Stadt Daressalam unter Beschuss nahm. Am 23. August gelang ihm die Zerstörung der Station. Kurze Zeit später wurde das britische Schiff von dem Kreuzer Königsberg versenkt. Daraufhin kappten am 15. August 1914 die deutschen Truppen die Telegraphenleitungen, die den Tanganyika-See entlangführten, und bombardierten die angrenzenden Städte. Am 22. August öffnete ein deutsches Schiff das Feuer auf den Hafen Lukugas (Belgisch-Kongo).
Am 2. November begann die Schlacht bei Tanga mit der Landung eines 8.000 Mann starken britischen Korps unter dem Befehl von General Arthur Aitken. Paul von Lettow-Vorbeck hatte seine Hauptstreitmacht am Kilimandscharo konzentriert und brach sofort in Richtung Tanga auf. In den frühen Morgenstunden des 4. November begann Lettow-Vorbecks Streitmacht mit dem Entsatzangriff auf die Hafenstadt, wobei die Briten eine empfindliche Niederlage hinnehmen mussten und sich am Tag darauf zurückzogen. Sie hinterließen eine beträchtliche Menge an Kriegsmaterial und Kommunikationsausrüstung, mit der nun die Schutztruppe ausgestattet werden konnte. Weitere Angriffe der Briten und Belgier, unter anderem am Kilimandscharo, wurden erfolgreich abgewehrt.
Anfang des Jahres 1915 versuchten die Briten zum zweiten Mal, Tanga einzunehmen, was jedoch erneut am heftigen Widerstand der Verteidiger scheiterte. Am 10. April traf das deutsche Versorgungsschiff Rubens mit einer großen Anzahl von Material und Soldaten ein. Am 11. Juli wurde die Königsberg bei einem Seegefecht so stark beschädigt, dass man sich entschloss, sie zu sprengen.
Alle nachfolgenden Angriffe der Alliierten wurden von der Schutztruppe zurückgeschlagen. Das Kräftegleichgewicht bei den Kämpfen am Viktoriasee blieb das ganze Jahr über ausgeglichen.
1916 kippte die Situation in der Kolonie, als der britische General Smuts eine Großoffensive einleitete und die Deutschen sich aus der Gegend des Kilimandscharo zurückziehen mussten. Ebenfalls in diesem Kriegsjahr traf ein zweites Versorgungsschiff ein, das unbemerkt die alliierte Blockade durchbrechen konnte.
Bis zum 17. September konnte sich die Stadt Tabora halten, bis sie schließlich von den Belgier unter General Tombeur überrannt wurde. Zwei Tage später marschierten portugiesische Truppen in Deutsch-Ostafrika ein. Die Portugiesen waren jedoch weniger erfolgreich und wurden zurückgeschlagen.
Am 21. November 1917 startete das deutsche Luftschiff LZ 104/L 59 von Bulgarien aus in Richtung Ostafrika. Der Kommandant des Luftschiffs, Kapitänleutnant Bockholdt, hatte Munition und Gewehre geladen. Durch einen gefälschten Funkspruch der Briten kehrte der Kommandant kurz vor dem Ziel wieder um. Die Schutztruppe musste sich also weiterhin mit erbeuteten Material begnügen. Die Übermacht des Feindes war inzwischen so stark, dass Lettow-Vorbeck in den portugiesischen Teil Ostafrikas ausweichen musste.
Im September 1918 marschierte die Schutztruppe wieder auf eigenes Gebiet. Sie hatte einen Weg von über 2500 km zurückgelegt, und konnte sich durch alliiertes Kriegsmaterial über Wasser halten. Im November kam es dann zu einigen letzten Gefechten. Noch im Oktober 1918 griff Lettow-Vorbeck das britische Nordrhodesien (heute Sambia) an, wo er am 13. November (4 Tage nach dem Waffenstillstand in Europa) von der Kapitulation des Deutschen Reiches erfuhr. Am 25. November 1918 ergab er sich den britisch-südafrikanischen Expeditionsstreitkräften.
Die verbliebenen deutschen Offiziere wurden daraufhin in Daressalam versammelt. 1919 durften sie nach Deutschland zurückkehren.
Der Versailler Vertrag
Der Versailler Vertrag bestimmte, dass Deutschland alle Kolonien abzugeben hatte. Deutsch-Ostafrika wurde am 20. Januar 1920 der Verwaltung des Völkerbundes unterstellt. Die Mandate über das Land wurden Belgien (Kontrolle über Burundi und Ruanda) und Großbritannien (Tanganjika) zugesprochen. Im Süden fiel das Kionga-Dreieck
(Bild: Kinder im Kindergarten, Marangu)
Obwohl auch die deutsche Geschichte in Ostafrika keineswegs ausgesprochen positiv verlief, hat Deutschland in Tansania einen ziemlich guten Ruf.
Das liegt an verschiedenen Dingen: Vorbild einer Wirtschaftsmacht: „Germany is strong“.
Das liegt aber auch vor allem daran, dass die Kolonialisierung mit der Missionierung einherging und so Sozialeinrichtungen und Bildungseinrichtungen schuf, die bis heute existieren und diesem bitterarmen Land Entwicklung ermöglichen.
Das kirchlich-lutherische Leben am Fuße des Kilimanjaro
(Bild Kirche Marangu, Bild Kilimanjaro, Gottesdienst Bilder Opfer, Konfis, Gesangbuch
-> Erklärung zur Liturgie dieser Gottesdienste, Bsp. Marangu
Lediglich in den arabisch islamischen Zentren wie Ujiji, Tabora, Tanga und Kilwa hatten europäische Geistliche zunächst einen schweren Stand.
Viele der ersten Missionsstationen, etwa die in Lushoto, Matema, Peramiho und Bagamoyo, leisten noch heute regionale Entwicklungsarbeit und sind landesweit anerkannt. Für die Krankenversorgung sind die Kirchen von zentraler Bedeutung: 50% der medizinischen Einrichtungen in Tansania werden von den christlichen Kirchen getragen, davon liegt ein Viertel in der Verantwortlichkeit der evangelisch-lutherischen Kirche, für die vielerorts das Berliner Missionswerk die Arbeit leistet.
(Kids mit Schuluniform, Marangu)
Die Zusammenarbeit der verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften (Anglikaner, Lutheraner, Mennoniten usw.) im Missionsdienst soll durch das Christian Council in Tanzania (protestantisch) und die katholische Bischofskonferenz von Tansania (Tanzania Episcopal Conference) gefördert werden.
Die Chagga-Bauern am Fuße des Kilimanjaro
Sehr große regionale Unterschiede in Bildung und Entwicklung. Am Kilimanjaro leben Chagga, Bergvolk mit regional bedingter kleinem Wohlstand
(Bild: Farm, Kaffee, Bananen, Bohnen, Stall)
Alles Geld wird für Schulbildung ausgegeben – Anders Massai, widersetzend, Hilfsprogramme (Bild Massai)
Exkurs: Auf den Gipfel Afrikas, Kilimanjaro (5895)
Bilder: Auf den Gipfel Afrikas, der Kilimanjaro 5895 Meter über dem Meer.
Islam
(Moschee Sansibar, Dhow Werft.)
Der Islam fand schon im 8.Jahrhundert seinen Weg an die Ostküste Afrikas, verantwortlich waren dafür arabische Händler. Insbesondere die aus Persien stammenden Shirazis brachten den sunnitischen Islam mit, eine Glaubensrichtung, die auch heute noch mehr Anhänger in Tansania hat als die andere große Richtung im Islam, die schiitische. Die frühe Islamisierung der Küste und Inseln ist der Grund dafür, dass hier heute der überwiegende Teil der Bevölkerung islamischen Glaubens ist. Auf Sansibar und Pemba sind über 90 % der Einwohner Moslems
Auf dem Weg in den muslimisch geprägten Südosten des Landes
.
Wir reisten von Kenia nach Süden in den Norden von Tansania an den Kilimanjaro
(Bild Moshi)
Von dort mit öffentlichen Bussen
(Bild Busbahnhof und Verkauf von Lebensmitteln)
in den Süden Tansanias nach Dar es Salam
(Bild: Dar mit Sultanspalast)
Beschreibung des besonderen Islam in Ostafrika
Der Islam in Ostafrika unterscheidet sich deutlich von dem Nordafrikas und der orientalischen und südasiatischen Welt. Ähnlich wie im Christentum sind auch im Islam des östlichen Afrika Einflüsse der traditionellen Glaubensvorstellungen wirksam. Die Religion stützt sich zwar in der Hauptsache auf den Koran, wird aber sehr liberal und tolerant gehandhabt. Generell ist es so, dass die Sozialstrukturen des afrikanischen Alltags mit den Lehrern des Islam eine Verbindung eingehen, so dass auch die Stellung der Frau eine viel öffentlichere ist. Die Bekleidungsvorschriften sind weniger strikt:
Eine Verschleierung kommt selten vor, oft tragen Frauen nicht einmal ein Kopftuch!
(Bild Sansibarifrauen auf der Fähre nach Sansibar, verschleierte Sanisbari)
In der Zeit des Ramadan zeigen sich gerade Städte wie Zanzibar Town, Chake Chake oder Tanga von einer sehr ruhigen Seite, einige Restaurants sind auch tagsüber geschlossen (vgl. auch „Feiertage und Öffnungszeiten“). Eine Pilgerfahrt nach Mekka, die Moslems einmal im Leben gemacht haben sollten, können sich die wenigsten leisten und wird hauptsächlich von gutsituierten Moslems aus Pemba und Sanisibar unternommen.
Als landesweite islamische Interessenvertretung gilt seit 1968 der Moslemrat Bakwata. Zudem gibt es den Balukta, den „Rat zur Förderung des Koranlesens“, Vorsitzender ist seit 1993 der fundamentalistisch denkende Scheich Yahya Hussein. Während die Bakwata für religiöse Toleranz zwischen Christen und Moslems eintritt, wird die Balukta zunehmend mit ausländischen islamischen Verbänden und Organisationen in Verbindung gebracht. Aus dem Orient fließt Geld für den Aufbau von Koranschulen und islamischen Kulturzentren, so soll fundamentalistisches Gedankengut nach Tansania transportiert werden. Hinter den in letzter Zeit häufiger stattfindenden religiös motivierten Menschenaufläufen werden ausländische Drahtzieher vermutet. Es ist die Rede von einer „islamischen Internationale“. Im Februar 1998 kam es erstmals zu einer gewaltsamen Eskalation: In Dares Salaam führte die Inhaftierung eines Muezzin zu einem Aufruhr, in dessen Verlauf es zahlreiche Tote, über 2000 Verhaftungen und beträchtlichen Sachschaden gab. In diesen Zusammenhang gehört vielleicht auch der höchstwahrscheinlich von ausländischen Fundamentalisten geplante und durchgeführte Bombenanschlag auf die amerikanische Botschaft in Dar es Salaam im August 1998.
(Bild Koranunterricht, Stone Town)
Solche Vorkommnisse werden von der großen Bevölkerungsmehrheit verurteilt und machen fundamentalislamisch ausgerichteten Bestrebungen in Gesellschaft und Politik gegenüber misstrauisch. Auch die Regierung hat angekündigt, gewaltbereiten islamistischen Gruppen entschieden entgegenzutreten.
Eine zunehmende Belastung durch die religiösen Auseinandersetzungen erfährt auch das ohnehin schon schwierige Verhältnis zwischen Festland-Tansania und Sansibar. So trat der Insel-Teil-staat 1992 ohne Zustimmung der Regierung in Dar es Salaam der Islamic Conference Organization bei, die ihren Sitz in Saudi-Arabien hat und der Verbreitung des Islam das Wort redet.
Auf Sansibar fast 100% Muslime
(Bild Schuluniform mit Kopftuch)
Hinduismus
Nur 1% Hindus (Sansibar 5%). Aber wirtschaftlich oft in Schlsselpositionen, Reeder.
(Bilder Temple, Moshi)
Kaum Kontakte, nicht gut auf sie zu sprechen, weil wirtschaftlich erfolgreich.
Essen, Restaurants
(Bild Restaurant Monsoon Sansibar und Essen Moshi))
-> Suaheliküche, Mischung aus afrikanischen Einflüssen Kochbanane, Mai mit Gewürzen Indiens, Kardamon, Koriander, Curry- Massala, arabische Einflüsse Zimt, Nelken, Vanille.
Das alles wächst auf Sansibar
(Bilder Spice Tour)
Traditionelle Religionen
(Bilder Baobab, Big tree, Gartenbestattung, Vulkan Lengai, Kegel, Krabbenfänger, Fischer).
Wie viele Menschen traditionellen Glaubensvorstellungen anhängen, kann nicht beziffert werden. Die Grenzen zwischen den Religionen sind oft fließend, auch Christen und Moslems haben Respekt vor althergebrachten Bräuchen und sind mit den Glaubenswelten und Ritualen ihrer Völker vertraut.
Die Menschen sind auch äußerst zurückhaltend!
Die traditionellen Religionen (kein Animismus!) gründen in der Vorstellung, alle Naturelemente seien von wirkenden Geistern und Dämonen sowie einem Gott (Swahili Mungu) mit übernatürlichen Kräften beseelt.
Fast in jedem Ort gibt es einen „Big tree“, der aufgesucht wird.
(Bild: Baobab, Big tree Sansibar)
Diese Kräfte sind lebensbestimmend, ihre Bedeutjung und Beschwörung kommt in Tänzen und Musik, in Naturmedizin und Fetischen, im Ahnenglauben und Totenkult zum Ausdruck.
Die Völker Tansanias glauben an ein oder mehrere höhere Wesen, die meist alles Leben geschaffen haben, begrifflich nicht zu fassen sind und ihre Launenhaftigkeit in Form von Naturereignissen zeigen. Da der afrikanische Alltag für den Großteil der Menschen noch in sehr unmittelbarer Beziehung und Abhängigkeit zur Natur steht, ist es leicht verständlich, dass Naturkräften und –phänomenen eine hervorgehobene Stellung zukommt.
Für die Küstenbewohner spielt dabei natürlich das Meer und die Meerestiere eine besondere Bedeutung.
(Bild: Fischer, Krabbenjäger)
Das Wissen um diese Kräfte, ihre Struktur, Bedeutung und Beeinflussbarkeit ist geheimnisvoll, es liegt keine schriftliche „Anleitung zum Gebrauch“ vor. Vieles liegt im Dunkeln, dem Betrachter bleibt schon der Unterschied zwischen einer rituellen
Geisterbeschwörung und einem Tanz im Rahmen „normaler“ Festlichkeiten verborgen.
Oft hängen naturreligiöse Inhalte mit regionalgeografischen Bedingungen zusammen, etwa den örtlichen Regenverhältnissen, der Bodengüte oder auch mit Bergen und Gewässern. Die Menschen am Victoria-See beispielsweise sind aufgrund der hohen Populationsdichte in hohem Maße von ausreichend Niederschlag abhängig, um ihre Felder bestellen und ihrem Vieh saftige Weiden bieten zu können. Fällt also reichlich Regen, sind die Geister gut gestimmt, herrscht aber eine Dürrezeit, bedarf es eines Mittlers, einer Person, die Kontakt zum Jenseits aufnimmt, um Regen herbeizubeschwören. Der Kult der „Regenmacher“ (nfuti wa mbula) hat daher eine lange Tradition am Victoria –See (vgl.“Die Regenmacher von Bukerebe“).
Zudem spielen am Victoria- und auch am Tanganyika-See Seegeister, die das Gemüt der großen Gewässer bestimmen, eine bedeutende Rolle im Fischfang sowie im Bootsverkehr. Der große Nilbarsch im Lake Viktoria, der ein Gewicht von über vier Zentnern erreichen kann, gilt seit seiner Aussetzung in den See als der böse Geist aus der Tiefe des Nyanza, dem es nicht selten gelingt, ein kleines Fischerboot zum Kentern zu bringen, falls er ungewollt in ein Fangnetz gerät. Der Fisch wird verflucht, andere Mittel zu seiner Bekämpfung fehlen den Menschen. Andere verstehen ihn als Geist, den die Götter geschickt haben und der nun mit Opfergaben besänftigt werden muss. Bei beiden großen Seen werden auch Stürme und hoher Wellengang als Launen der Götter verstanden. Im Norden des Lake Tanganyika auf tansanischer Seite wird Kabogo verantwortlich gemacht, der in einer Höhle wohnt und mit Opfergaben in Form von Naturalien oder Gegenständen des alltäglichen Lebens besänftigt wird.
(Bild Waran, Krokodil, Massai)
Die Maasai in Nordtansania sprechen einem Berg übernatürliche Kräfte zu. Der letzte noch aktive Vulkan Ol Doinyo Lengai gilt ihnen als Sitz ihres Gottes Engai, Schöpfer der Savannen und Tiere. Er hat dem stolzen Nomadenvolk „alle Kühe der Welt“ zugesprochen, eine Verkündung, die den Maasai als Legitimation diente, als sie noch ihren Nachbarn das Vieh wegnahmen bzw. „zurückholten.
(Bild Vulkan)
Ein bei vielen Völkern, besonders bei den Maasai, noch heute praktizierter Brauch ist die Initiation, bei der ein junger Mensch die Erwachsenenwürde erhält und bekannt gemacht wird mit dem Wissen über Leben und Tod, die Gemeinschaft und das Zusammenleben allgemein. Dazu kam auch die Aufnahme in einen Geheimbund gehören, beispielsweise den der traditionellen Geistervertreiber, wie es sie auf Pemba und Sansibar gibt.
Das Ereignis ist immer an ein bestimmtes Ritual und die Beteiligten sind an eine strenge Schweigepflicht gebunden. Fragt man als Tourist nach, ob man an einer derartigen Zeremonie teilnehmen darf, erntet man entweder ahnungsloses Kopfschütteln, da immer weniger Menschen Kenntnis von solchen Veranstaltungen haben, oder verneinendes Kopfschütteln, da der Respekt diesen geisterverbundenen Handlungen gegenüber sehr groß ist und Uneingeweihte nur äußerst selten teilhaben dürfen.
(Bild: Garten – Grab)
Die Ahnenverehrung hat in den Naturreligionen eine fundamentale Bedeutung. Die Generationen übergreifende Familie bildet die wichtigste soziale Einheit im ländlichen Afrika, sie gilt es zu pflegen und zu achten. Lebensgemeinschaft ist zugleich Glaubensgmeinschaft. Der Respekt vor den Familienältesten (engl. the elder; Swahilimzee) ist traditionell stark ausgeprägt. Auch nach dem Tod spielen sie eine große Rolle. So glauben viele, der Tod befördere die Verstorbenen nicht in Jenseits, sondern sie lebten als „geistige Kräfte der Familie“ weiter. Die verstorbenen Angehörigen werden meist innerhalb eines Gehöfts oder bei den Feldern unter so genannten Ahnenhügeln (z.B. bei den Barabaig, siehe entsprechenden Exkurs) begraben und bleiben in sehr engem „Kontakt“ zu den Lebenden. Durch Opferrituale und Tänze werden die Geister der Ahnen um Schutz gebeten und gnädig gestimmt, denn die Ahnen sind „Vermittler“ zwischen den Lebenden und den Gottheiten. So bleiben die Verstorbenen weiterhin im Mittelpunkt der Familien, ein Grund, warum Begräbnisse in vielen Gebieten Afrikas Anlass zu einem Fest der Freude sind, wenn der Tote ein langes und erfülltes Leben hatte.
Schluss
(Bilder: Lachende Menschen)
ielfältig, vielschichtig, arm-reich, Meer und Berg, Savanne und Regenwald. Aber vor allem Menschen. Menschen, die sich freuen, fröhlich sind, lachen, scherzen.
Ältere Männer, die sich über kleine Scherze wie Schulbuben kringeln und auf die Schenkel klopfen. Gelassenheit trotz dem, dass sie für den Tag oft nicht mehr als eine Hand voll Mais haben.
Hakuna Matata!
Anhang: Die jüngste Geschichte
Am 9. Dezember 1961 erhielt Tanganjika die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung von Sansibar am 10. Dezember 1963 verbanden sich die beiden Staaten Tanganjika (Tan) und Sansibar (San) und gründeten am 26. April 1964 die Vereinigte Republik Tansania. Erster Staatspräsident wurde Julius Kambarage Nyerere mit der Tanganyika African National Union (TANU). Auf Anregung von Nyerere fusionierten 1977 TANU und die Afro-Shirazi Party (ASP) Sansibars zur Chama Cha Mapinduzi (zu deutsch: Partei der Revolution). Nyerere und seine Anhänger strebten den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft in Tansania an, verstaatlichten die Banken, führten Bildungs- und Landreformen durch. Ziel Nyereres war ein spezifisch afrikanischer Sozialismus in Abgrenzung zu den autoritären Sozialismusmodellen nach dem Vorbild der Sowjetunion. Vorbild für die sozialistische Umgestaltung Tansanias sollte stattdessen die „Ujamaa”, die Dorfgemeinschaft als Produktions- und Verteilungskollektiv, sein. Die Ausweitung des Ujamaa-Modells auf größere Produktionseinheiten scheiterte allerdings und mit der Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch die sozialistische Vision Nyereres. Er trat 1985 als Staatspräsident und 1990 als Parteivorsitzender zurück und ist 1999 verstorben.
__________________________________
Daten und Fakten (für Rückfragen)
Geschichte
Gründung
1964
zuletzt souverän seit
1964
Politik
politische Abhängigkeit Grossbritanien bis 1964 (UNO-Mandat)
Mitgliedschaft in UNO seit
1961
sonstige politische Zugehörigkeit Afrikanische Union
Geographie
Gesamtfläche (km2)
945.087
Land (km2)
886.037
Wasser (km2)
59.050
Binnengewässeranteil an der Gesamtfläche (%)
6,25
Landesgrenze (km)
3.402
Küste (km)
1.424
Höchster Berg Kilimanjaro
Höchster Berg (m)
5.895
Demographie
Bevölkerung
36.766.400
Bevölkerung je km2
39
Städteeinwohner
14.540.200
Urbanisierung (%)
39,55
Durchschnittsalter
17,62
Bevölkerung 0-14 Jahre
16.177.216
Bevölkerung 15-64 Jahre
19.633.258
Bevölkerung über 65 Jahre
955.926
Bevölkerungsanteil 0-14 Jahre (%)
44,00
Bevölkerungsanteil 15-64 Jahre (%)
53,40
Bevölkerungsanteil über 65 Jahre (%)
2,60
Bevölkerungszuwachs
672.825
Bevölkerungszuwachs (%)
1,83
Geburtsrate je 1000 Einwohner
38,16
Geburten
1.403.006
Sterberate je 1000 Einwohner
16,71
Sterbefälle
614.367
Migration netto je 1000 Einwohner
-3,11
Migration netto
-114.344
Verhältnis Männer/Frauen
0,98
Fertilität
5,06
Säuglingssterblichkeit je 1000 Neugeborene
98,54
Lebenserwartung Männer (Jahre)
44,56
Lebenserwartung Frauen (Jahre)
45,94
Hauptstadt Dodoma
Hauptstadteinwohner
205.100
Gesundheit
Ärzte
1.800
Ärzte je 1000 Einwohner
0,05
Gesundheitsausgaben ($)
246.429.200
Gesundheitsausgaben ($ je Einwohner)
6,70
Tägliche Nahrungsaufnahme (cal) je Einwohner
2.010
HIV-Infizierte
1.600.000
HIV-Infizierte je 1000 Einwohner
43,52
Kriminalität
Gefängnisinsassen
46.300
Gefängnisinsassen je 1000 Einwohner
1,26
Bildung
Studenten
23.000
Studenten je 1000 Einwohner
0,63
Bildungsausgaben ($)
282.749.300
Bildungsausgaben ($) je Einwohner
8
Analphabeten (Bevolkerung über 14 Jahre)
4.488.442
Analphabeten (%) (Bevolkerung über 14 Jahre)
21,80
Sprache
Amtsprache Kiswahili, Englisch
Religion
Überwiegende Religionsgruppe Muslime
Wirtschaft
BSP ($)
10.201.000.000
BSP ($) je Einwohner
277
BIP ($)
8.872.000.000
BIP ($) je Einwohner
241
BIP ($) Kaufkraftparität
21.913.000.000
BIP ($) je Einwohner Kaufkraftparität
596
Kaufkraft eines US$
2,47
Wirtschaftswachstum (%)
5,80
Anteil der Landwirtschaftsproduktion am BIP ($)
3.832.704.000
Anteil der Industrieproduktion am BIP ($)
1.525.984.000
Anteil der Dienstleistungen am BIP ($)
3.513.312.000
Landwirtschaftsproduktion ($) je Einwohner
104
Industrieproduktion ($) je Einwohner
42
Dienstleistungen ($) je Einwohner
96
Anteil der Landwirtschaft am BIP (%)
43,20
Anteil der Industrie am BIP (%)
17,20
Anteil der Dienstleistungen am BIP (%)
39,60
Inflationsrate (%)
5,40
Arbeitskräfte
19.000.000
Staatshaushalt - Einnahmen ($)
1.985.000.000
Staatshaushalt - Ausgaben ($)
2.074.000.000
Staatsausgaben in % des BIP
23,38
Staatsverschuldung ($)
443.600.000
Staatsverschuldung % des BIP
5,00
Staatsverschuldung ($) je Einwohner
12
Export ($)
1.248.000.000
Import ($)
1.972.000.000
Export ($) je Einwohner
34
Außenverschuldung ($)
7.321.000.000
Gold und Währungsreserven
2.175.000.000
Anteil der Auslandsverschuldung am BIP (%)
82,52
internationale Hilfe ($)
1.300.000.000
Elektrizitätsverbrauch (Mio. KWh)
2.566
Elektrizitätsverbrauch (KWh) je Einwohner
70
Gasreserven (cbm)
11.330.000.000
Ölreserven (Barrel)
0
Erdölverbrauch (Barrel pro Tag)
17.000
Erdölproduktion (Barrel pro Tag)
0
Ackerland (km2)
49.618
Ackerland (%)
5,60
Ackerland je Einwohner (ha)
0,13
Holzgewinnung (cbm)
24.646.000
Holzgewinnung (cbm) je 1000 Einwohner
670
Rinder (Stück)
18.200.000
Rinder je 1000 Einwohner (Stück)
495
Schafe (Stück)
3.800.000
Schafe je 1000 Einwohner (Stück)
103
Geflügel (Stück)
37.000.000
Geflügel je 1000 Einwohner (Stück)
1.006
Fischfang (t)
350.000
Fischfang (kg) je Einwohner
9,52
Kommunikation
Telefonanschlüsse
156.000
Telefonanschlüsse je 1000 Einwohner
4,24
Mobiltelefone
891.200
Mobiltelefone je 1000 Einwohner
24,24
Rundfunkgeräte
15.640.000
Rundfunkgeräte je 1000 Einwohner
425,39
Fernsehgeräte
1.990.000
Fernsehgeräte je 1000 Einwohner
54,13
Computer
240.000
Computer je 1000 Einwohner
6,53
Internetnutzer
300.000
Internetnutzer je 1000 Einwohner
8,16
Transport
Eisenbahnlinien (km)
3.690
Eisenbahndichte (km/100 km2)
0,39
befestigte Straßen (km)
3.704
Straßendichte (km/100 km2)
0,39
darin Autobahnen (km)
0
PKW
38.000
PKW je 1000 Einwohner
1,03
PKW je 1 km befestigter Strassen
10,26
Handelsflotte/Schiffe (über 1000 BRT)
11
Pipelines (km)
895
Militär
Streitkräfte (Truppenstärke)
29.000
Nuklearsprengköpfe
0
Verteidigungsausgaben ($)
20.600.000
Verteidigungsausgaben ($) je Einwohner
1
Botschaft in Deutschland
Botschaft der Vereinigten Republik Tansania
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